Anonyme Titelschutzanzeige

Wir schalten für Sie eine anonyme Titelschutzanzeige in der Zeitschrift „DER TITELSCHUTZ ANZEIGER“ und reservieren damit für Sie einen Werktitel für einen begrenzten Zeitraum. Sie bleiben völlig anonym, d. h. niemand erfährt, woran Sie gerade arbeiten. In der Anzeige erscheint lediglich der Name unserer Kanzlei zusammen mit einem Hinweis, dass wir den Titelschutz „für einen Mandanten“ in Anspruch nehmen.


Kosten

Die Kosten einer anonymen Titelschutzanzeige setzen sich aus den Kosten unserer Beauftragung und den Kosten für die Anzeige zusammen.

Unsere Kosten betragen 120,- € (zzgl. USt.). Der Anzeigenpreis beträgt 150,- € (zzgl. USt.). Die Veröffentlichung erfolgt in der Zeitschrift „DER TITELSCHUTZ ANZEIGER“. Die Übersendung eines Belegexemplares ist im Preis enthalten.


Hintergrund

Die Bezeichnungen von Büchern, Zeitschriften, Musikwerken, Filmen, Theaterstücken und vergleichbaren Werken sind als sogenannte „Werktitel“ geschützt. Der Schutz entsteht automatisch mit der Benutzungsaufnahme, also z. B. mit dem Inverkehrbringen des Buches, der Uraufführung des Theaterstückes oder dem Erscheinen der ersten Ausgabe der betreffenden Zeitschrift. Ein Werk entsteht meist jedoch nicht von heute auf morgen. Je länger der Entwicklungszeitraum dauert, desto größer ist die Gefahr, dass ein anderer in der Zwischenzeit ein Werk unter dem Titel auf den Markt bringt und damit die Titelrechte für sich reklamieren kann.

Um dies zu verhindern, können Sie einen gefundenen Titel für einen angemessenen Zeitraum für sich „reservieren“. Eine solche Reservierungsmöglichkeit ist vom Gesetz zwar eigentlich nicht vorgesehen, sie ist aber in jahrzehntelanger Übung von der Rechtsprechung anerkannt.

Vorverlagerung durch Bekanntmachung

Die Reservierung eines Werktitels setzt voraus, dass Sie Ihren Willen, einen bestimmten Titel für bestimmte Arten von Werken für sich zu beanspruchen, in branchenüblicher Art und Weise öffentlich erklären. Dies geschieht in der Regel durch die Veröffentlichung einer kostenpflichtigen Anzeige in einem auf Titelschutzanzeigen spezialisierten Medium, etwa der Zeitschrift „Der Titelschutz Anzeiger“. Erscheint dann das entsprechend betitelte Werk innerhalb eines angemessenen Zeitraums nach Veröffentlichung der Anzeige, wirkt der entstehende Werktitelschutz auf den Zeitpunkt der Anzeigenveröffentlichung zurück. Hat in der Zwischenzeit ein anderer ein Werk unter dem Titel veröffentlicht, können Sie dagegen vorgehen. Sie haben aufgrund des vorverlagerten Schutzbeginns die älteren Werktitelrechte.

Reservierungszeitraum

Die Länge des „Reservierungszeitraums“ hängt von der Art des Werkes ab, denn für aufwendige Filme oder TV-Serien ist natürlich eine andere Frist noch „angemessen“ als dies z. B. bei einfachen Musikwerken der Fall ist. Es existieren jedoch auch für einzelne Werkarten keine starren Fristen. Vielmehr ist die Frist in jedem Einzelfall im Rahmen einer Interessenabwägung zu ermitteln. Für Zeitschriften gelten etwa sechs Monate als anerkannt. Ist der Vorbereitungsaufwand für ein Heft allerdings nur gering (z. B. bei einem Rätselheft), kann die Frist auch kürzer sein. Für Filme stellen 12 Monate eine gute Richtschnur dar, auch wenn hier die Frist u. U. noch länger sein kann.

Anonymität durch anwaltliche Unterstützung

Die Schaltung einer Titelschutzanzeige werden Sie auch ohne unsere Hilfe bewerkstelligen können. Wenn Sie die Anzeige selbst aufgeben, werden Sie darin jedoch in jedem Fall auch als derjenige namentlich genannt, der die Rechte für sich geltend machen möchte. Häufig hat der künftige Werktitelinhaber aber ein großes Interesse daran, gerade noch nicht öffentlich zu machen, dass er an einem bestimmten Werk mit einem bestimmten Titel arbeitet. Hier können wir helfen, denn wir haben als Rechtsanwälte die Möglichkeit, Titelrechte „für einen Mandanten“ in Anspruch zu nehmen, ohne dabei den Mandanten namentlich benennen zu müssen. Wir können also für Sie durch eine Titelschutzanzeige einen Wertitel anonym reservieren.

Empfehlenswert: Vorabrecherche

Vor Schaltung einer Titelschutzanzeige sollte geklärt sein, ob es an dem gewünschten Titel bereits bestehende Rechte Dritter gibt. Ist dies der Fall, kann schon die Anzeigenschaltung eine Kennzeichenrechtsverletzung darstellen, die zu einer kostenpflichtigen Abmahnung führen kann. Auf Wunsch unterbreiten wir Ihnen gerne ein Angebot für eine Titelrecherche.